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Die Wiederauferstehung einer BrückeLandhausbrücke in Linz nach 200 Jahren wieder begehbar

Impressionen vom "Tag der Offenen Tür" (© Land OÖ, D. Stinglmayr)

Landeshauptmann Pühringer beim Signieren der neuen BDA-Publikation (© Land OÖ)

Präsentation archäologischer Funde im neuen Landhausdurchgang

Präsentation archäologischer Funde im neuen Landhausdurchgang

Impressionen vom "Tag der Offenen Tür" (© Land OÖ, D. Stinglmayr)

Impressionen vom "Tag der Offenen Tür" (© Land OÖ, D. Stinglmayr)

Impressionen vom "Tag der Offenen Tür" (© Land OÖ, D. Stinglmayr)

Die wiederentdeckte Landhausbrücke im Frühjahr 2008 (© Land OÖ.)

Die Landhausbrücke während der Ausgrabung (August 2008)

Die Brücke nach der Wiederherstellung (April 2009)

Freilegung des 13 m tiefen Brunnenschachtes vor dem Landhaus

Freilegung mittelalterlicher Bestattungen im Minoritenhof

Ausgewählte Fundmünzen von der Grabung Promenade

Mittelalterliche Keramikstatuette von den Grabungen beim Landhaus

Keramikfunde des 19. Jhs. aus dem Brunnen vor dem Landhaus.

Ein „versunkenes“ Bauwerk aus dem 18. Jahrhundert ist dank archäologischer Untersuchungen des Bundesdenkmalamtes ab sofort wieder zugänglich – am 2. Mai konnte die Landhausbrücke bei einem „Tag der offenen Tür“ erstmals wieder besichtigt werden. Ca. 20.000 BesucherInnen nutzten die Gelegenheit.

Für Archäologen bietet sich nur äußerst selten die Gelegenheit, eine Brücke auszugraben – noch dazu inmitten eines Stadtzentrums, weit entfernt vom nächsten Gewässer. Umso spektakulärer ist daher die jüngst erfolgte Freilegung einer Steinbrücke bei Rettungsgrabungen des Bundesdenkmalamtes (BDA) in Linz.
In der Linzer Innenstadt boten in den vergangenen Jahren zwei Tiefgaragen-Projekte die einmalige Möglichkeit, die historische Entwicklung der Stadt und ihrer ehemaligen Befestigungsanlagen durch Ausgrabungen zu erforschen. Dank der frühzeitigen Abstimmung aller denkmalpflegerischen Belange mit Bauherrn, Grundeigentümern und Planern konnten die erforderlichen archäologischen Untersuchungen seitens des BDA fristgerecht und ohne Verzug für die eigentlichen Bauarbeiten im Frühjahr 2009 abgeschlossen werden.
Entdeckt wurden dabei nicht nur Gräber eines mittelalterlichen Friedhofes, sondern auch Überreste des ehemaligen Minoritenklosters und Siedlungsspuren aus der Römerzeit. Als eigentliche Sensation muss aber die unerwartete Auffindung einer barocken Steinbogenbrücke vor dem Linzer Landhaus bezeichnet werden. Ihre einstige Lage war zwar durchaus bekannt, doch rechnete niemand damit, die ehemals über den heute zugeschütteten Graben der Stadtbefestigung führende Brücke in derart gutem Zustand vorzufinden. Dem Land Oberösterreich und der „Best in Parking“ Garagengesellschaft Breiteneder ist es zu verdanken, dass diese Brücke sogar erhalten werden konnte und heute wieder frei sichtbar ist.
Gleichzeitig konnte durch die Instandsetzung der Brücke im Kulturhauptstadt-Jahr 2009 ein neuer stadtplanerischer Akzent vor dem Südportal des Landhauses gesetzt werden. Der neue unterirdische Verbindungsgang zwischen Landhaus und Tiefgarage ermöglicht nun einen beeindruckenden Ausblick auf die Brücke und in den ehemaligen Stadtgraben. Ein ebenfalls erst bei den Bauarbeiten entdeckter, 13 m tiefer Brunnenschacht wurde in die Gestaltung des Ganges einbezogen und bildet nun eine weitere historische und optische Attraktion auf dem Weg von der Tiefgarage ins Landhaus.
Dank der großzügigen Unterstützung durch das Land Oberösterreich war es möglich, rechtzeitig zur Eröffnung der neuen Tiefgarage eine Broschüre zu erstellen, die erste Einblicke in die bemerkenswerten Ergebnisse der jüngsten archäologischen Ausgrabungen beim Landhaus bietet.

Am 30. April 2009 werden die Bauprojekte im Rahmen eines Festaktes in und um das Linzer Landhaus durch den Landeshauptmann eröffnet. Am 2. Mai wird dann die instandgesetzte Steinbogenbrücke mit dem Landhaus, dem Landestheater und der Promenade im Rahmen eines großen „Tages der offenen Tür“ der breiten Öffentlichkeit erstmals zugänglich sein.

Die Publikation „Im Brennpunkt der Geschichte: Landhaus und Promenade in Linz“ ist ab dem 2. Mai im Bundesdenkmalamt in Wien (Mag. Hofer) und Linz (Mag. Gruber) (nur Direktbezug), beim Verlag Berger sowie im gut sortierten Buchhandel erhältlich.


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