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Das verborgene Gesicht der HofburgReitschulhoffassade in neuer alter Farbgestaltung

Präsidentin Dr. Barbara Neubauer und Burghauptmann Dipl.Ing. Wolfgang Beer vor der Reitschulhoffassade.

Eine - ehemalige - Schaufassade, die fast niemand kennt, bekam ihre elegante Renaissance-Fassung wieder.

Der Schweizerhof, der Kern der Wiener Hofburg, die „Alte Burg“, hat an der stadtseitigen Fassade im Zuge der letzten Restaurierung ein neues Gesicht bekommen. Sie befindet sich in einem weniger bekannten und nur beschränkt zugänglichen Bereich der Hofburg, nämlich im so genannten Reitschulhof, in dem die Lippizaner ihren Outdoor-Trainingsbereich haben. Bis zum Bau der Winterreitschule (1729-35) und dem Bau des Redoutensaal-Traktes (um 1769) entlang der Herrengasse bzw. zum Josefsplatz war diese Renaissance-Fassade nicht in einen Hof eingebunden, sondern die repräsentative, zur Stadt gerichtete und weithin sichtbare Schauseite der Burg. Ihre Entstehungszeit ist mit dem Neubau dieses Traktes der Alten Burg in den 1540er bis 1560er Jahren unter Kaiser Ferdinand I. gleichzusetzen. Nach den neuesten Forschungen wurde dieser Trakt der Alten Burg im frühen 17. Jahrhundert um ein Geschoß erhöht und das Dach verändert. Die im Sommer 2009 in Zusammenarbeit zwischen der Burghauptmannschaft Österreich, dem Bundesdenkmalamt, Landeskonservatorat Wien, und den ForscherInnen des Hofburgprojektes durchgeführten restauratorischen Untersuchungen und deren Ergebnisse ermöglichten es, diese Fassade in ihrem Erscheinungsbild der 1620er-Jahre, ihrer letzten qualitätvollen Umgestaltung, zu restaurieren.

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