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Bestandsaufnahme: gelungen

Die Pfarrkirche Hl. Blasius in Abtenau - eine von hunderten, die für die Verordnungen zu begutachten war. Sie bleibt Denkmal.

Mit dem vergangenen Jahreswechsel wurde eines der größten und aufwändigsten Projekte in der Geschichte des Bundesdenkmalamtes zum Abschluss gebracht.

In einer konzentrierten Kraftanstrengung, ohne erhebliche zusätzliche Ressourcen, wurden sämtliche Baudenkmale in Österreich flächendeckend und vollständig erhoben.
In diesem Zusammenhang konnten auch alle Denkmale im öffentlichen oder kirchlichen Eigentum definiert und festgeschrieben werden. Das aus dem Jahr 1923 stammende Denkmalschutzgesetz hatte nämlich vorgesehen, dass alle Denkmale im öffentlichen oder kirchlichen Eigentum "automatisch" unter Schutz stehen. Dies war vorerst eine große Verwaltungsvereinfachung, wenngleich die eigentliche Idee darin lag, dass die Bewahrung des kulturellen Erbes eines Landes eine besondere und geradezu selbstverständliche Verantwortung der öffentlichen Institutionen sein sollte. Allerdings hat diese Regelung eine unübersehbare Zahl von möglichen Denkmalen erzeugt und häufig für Unklarheiten gesorgt. Diese Bestimmung wurde daher nunmehr für die unbeweglichen Denkmale außer Kraft gesetzt. Jene Baudenkmale, die tatsächlich als erhaltungswürdig zu betrachten sind, weit über 20.000 Objekte, hat das Bundesdenkmalamt nun konkret identifiziert, ihren Schutzstatus in Verordnungen bestätigt und die Eintragung des Denkmalschutzes im Grundbuch veranlasst. Damit wurde die Rechtssicherheit wesentlich erhöht und für die Praxis von Denkmalschutz und Denkmalpflege ein Meilenstein gesetzt.

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