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Verdiente Ehrung für Eva-Maria Höhle

Sektionschef Dr. Michael P. Franz, bmukk, überreicht HR Dr. Eva-Maria Höhle das Ehrenkreuz

Sektionschef Dr. Michael P. Franz spricht einführende Worte

in der ersten Reihe links: Dr. Barbara Neubauer, Präsidentin des BDA, der Laudator Arch. Dietmar Steiner

Der  langjährigen Generalkonservatorin des BDA wurde nun das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse verliehen. Sektionschef Dr. Michael P. Franz, bmukk,  überreichte die Auszeichnung, die Laudatio hielt Arch. Dietmar Steiner, Leiter des Architekturzentrums Wien.

Eva-Maria Höhle, die während ihres Studiums der Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Wien als Studienassistentin tätig war, ist 1977 in das Bundesdenkmalamt eingetreten und wirkte zunächst als Mitarbeiterin im Landeskonservatorat Wien, wo sie am Beginn ihrer Tätigkeit überwiegend das große Feld der Wiener Gemeindebauten der Zwischenkriegszeit bearbeitete, bald aber auch an Hand wichtiger Restaurierprojekte, wie etwa dem Volkstheater oder den mittelalterlichen Fresken im Haus Tuchlauben 19 erste denkmalpflegerische Sporen verdienen konnte. 1990 – 2002 mit der Leitung des Landeskonservatorats beauftragt, hat sie alle Entscheidungen zu den bedeutendsten Restaurierungs- und Revitalisierungsprojekte von den Redoutensälen bis zum Museumsquartier, von Konzerthaus bis zur Karlskirche wesentlich verantwortet.
2002 wurde Eva-Maria Höhle zur Generalkonservatorin und damit Stellvertreterin des Präsidenten ernannt. Sie war in dieser Zeit das „Gesicht des Amtes nach Außen“, hat die Interessen des Bundesdenkmalamt in wichtigen nationalen und internationalen Gremien vertreten und sich in der Gestaltung der Amtspolitik nicht gescheut, auch heiße Eisen anzufassen. Unter Ihrer Ägide wurde etwa gemeinsam mit dem Architekturzentrum Wien ein viel beachtetes Symposium zur NS Architektur veranstaltet („Erbe verweigert“); vielen wird noch ihr nachdrücklicher Einsatz für die korrekte Einhaltung der Ausfuhrbestimmungen (Stichwort:Dürerhase“) in Erinnerung sein.
Im Sommer 2010 ist Generalkonservatorin Höhle aus dem aktiven Dienst ausgeschieden. Ihr Qualitätsanspruch als Denkmalpflegerin, ihr engagiertes Auftreten, ihre rhetorischen Fähigkeiten und ihre Formulierungskunst, die in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten ihren Niederschlag gefunden hat, haben das Bundesdenkmalamt über viele Jahre entscheidend geprägt.

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