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Beamtin aus ‹berzeugung
Mit 1. August 2012 wurde HR Dr. Christiane Lehne in den Ruhestand versetzt.

HR Dr. Christiane Lehne

Strikte Unparteilichkeit, konsequente, dabei zügige Verfahrensführung, unbedingte Sachlichkeit auch unter erschwerten Bedingungen: das sind einige der guten alten Traditionen österreichischer Beamtenschaft, einer der effizientesten und besten, die es gibt. Es sind auch Prinzipien, die der langjährigen Leiterin der Rechtsabteilung des BDA, HR Dr. Christiane Lehne, in Fleisch und Blut übergegangen sind.
 

1977 nach Absolvierung des Gerichtsjahrs ans BDA gekommen, wurde Dr. Lehne 11 Jahre später zur Leiterin der Rechtsabteilung berufen. Es waren die Jahre, in denen das Amt noch wuchs – mehrere Juristenposten wurden geschaffen, um den immer größeren Arbeitsaufwand durch die Vermehrung der Verfahren bewältigen zu können. Zuletzt leitete Dr. Lehne eine neun Personen starke Abteilung, wobei sie schon teamorientiert agierte, lange bevor dieser Begriff in den allgemeinen Sprachgebrauch überging.
Eine der größten Herausforderungen in Dr. Lehnes knappem Vierteljahrhundert am Steuer der Rechtsabteilung war sicher die Mitarbeit an der Novellierung des Denkmalschutzgesetzes 1999. In intensiver Auseinandersetzung mit den Vorgaben des Ministeriums, aber auch mit den sachlichen Anliegen der in der praktischen Denkmalpflege tätigen ReferentInnen des Hauses, konnte die Rechtsabteilung unter Dr. Lehne mit vielen Kompromiss- und Verbesserungsvorschlägen auf die Formulierung des gesetzlichen Rahmens, in dem das Amt tätig wird, vor der Beschlussfassung des Parlaments konstruktiven Einfluss nehmen.
Danach war die Umsetzung der Unterschutzstellung durch Verordnung des gesamten Denkmalbestandes, der sich im Eigentum der öffentlichen Hand befindet, zu leisten: eine gerade auch für die Rechtsabteilung enorm fordernde Zusatzbelastung, die bravourös gemeistert wurde.
Frau HR Lehne war durch ihr reges Interesse am ganzen Haus BDA, durch ihren Glauben an die Überzeugungskraft des Arguments und durch ihre aktive Mittlerschaft in den oft komplizierten Verfahren eine prägende Figur der Wiener Zentrale des Bundesdenkmalamtes. Sie wird vermisst werden, wenn sie ab nun ihre vielfältigen sozialen und kulturellen Interessen im Unruhestand weiterverfolgt.

 

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