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Die Wiener Hofburg 1521-1705, Baugeschichte, Funktion und Etablierung als Kaiserresidenz

Wiener Hofburg, 3D-Rekonstruktion, um 1600

Schlierbacher Plan, Ende des 16. Jahrhunderts

Artur Rosenauer, Werner Telesko, Susanne Wendler und Herbert Karner © BDA, Foto: Bettina Neubauer-Pregl

Markus Jeitler, Stefanie Linsboth, Richard Kurdiovsky, Herbert Wittine, Andrea Sommer-Mathis, Jaroslava Hausenblasovà, Renate Holzschuh-Hofer, Herbert Karner © BDA, Foto: Bettina Neubauer-Pregl

© BDA, Foto: Bettina Neubauer-Pregl

Am 19. Jänner wurde der zweite von insgesamt fünf geplanten Bänden zur Bau- und Funktionsgeschichte der Wiener Hofburg im Alten Rathaus in Wien präsentiert.

Mit dem am 19. Jänner im Alten Rathaus in Wien präsentierten Buch, Die Wiener Hofburg 1521-1705, Baugeschichte, Funktion und Etablierung als Kaiserresidenz (Hg. Herbert Karner), Veröffentlichungen zur Bau- und Funktionsgeschichte der Wiener Hofburg (Hg. Artur Rosenauer), Wien 2014, ist nun der zweite von insgesamt fünf geplanten Bänden erschienen. Im Jahr 2015 werden die Bände Mittelalter und 18. Jahrhundert erwartet. Das Bundesdenkmalamt ist bei dieser Grundlagenforschung, die für die Denkmalpflege an der Österreich- und Europa-weit größten und bedeutenden Residenzanlage der Wiener Hofburg zahlreiche neue Erkenntnisse gebracht hat, ein tragender Kooperationspartner.

Band II der fünfbändigen Publikationsreihe zur Bau- und Funktionsgeschichte der Wiener Hofburg analysiert deren Entwicklung zur zentralen mitteleuropäischen Kaiserresidenz von Ferdinand I. bis einschließlich Leopold I. Die Neuschreibung der facettenreichen Bau- und Funktionsgeschichte der kontinuierlich sich vergrößernden Residenz wird begleitet von Untersuchungen zu den Repräsentationspraktiken der Habsburger. Nachvollzogen werden sie an der Architektur und ihren Dekorformen, im engen Zusammenhang zwischen Zeremoniell und den Raumfolgen, aber auch an den Räumen des Theaters, der Gartenanlagen und der Sammlungen. Grundlage für die Untersuchung ist der permanente Blick auf die europäischen Verknüpfungen. Im gegebenen Zeitraum ist die Internationalität der Familie Habsburg eine besonders zu berücksichtigende Voraussetzung. Der nachweisbar enge Kontakt und der regelmäßige Austausch zwischen den habsburgischen Höfen in Wien, Madrid und Brüssel sind gerade für die Analyse und Bewertung der bau- und raumkünstlerischen Leistungen an der Wiener Hofburg von grundlegender Bedeutung. Die Hofburg war mit ihren ständig wechselnden Baustellen ein stellvertretender und repräsentativer Untersuchungsraum für das internationale, vornehmlich aber italienisch geprägte Baugeschehen in Mitteleuropa. Doch wurde diese „italianità“ vor Ort einer Transformation unterzogen. Ihre Vermengung mit spezifisch mitteleuropäischen, burgundischen oder spanischen Elementen, zusammen mit dynastisch bedingten oder imperial konnotierten Besonderheiten, gehört zu den auffälligen Prozessen, die an der Hofburg des 16. und 17. Jahrhunderts beobachtet werden können.

Nähere Infos: http://verlag.oeaw.ac.at/Die-Wiener-Hofburg-1521-1705 



 

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