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Fachgespräch zur Skulpturenrestaurierung in der Abteilung für Konservierung und Restaurierung am 18. Februar 2016
In guter VerFassung

Drei gotische Madonnen aus Stein auf ihrem Weg durch die Zeit

Am 28. Februar 2016 lud die Abteilung für Konservierung und Restaurierung zu einem Fachgespräch zum Thema "Polychromie auf Stein". © BDA, Foto: Irene Dworak

von links: Minoritenmadonna, Friesacher Madonna, Salesianerinnenmadonna. © BDA, Foto: Irene Dworak

Mag. Johann Nimmrichter, Leiter des Fachbereichs Stein präsentierte die Fassungsgeschichte der drei Madonnen im Wandel der Zeit. © BDA, Foto: Irene Dworak

Dr. Stefan Roller und Harald Theiss M.A. vom Liebieghaus in Frankfurt am Main berichteten über die konservatorisch-restauratorische Praxis in Deutschland.  © BDA, Foto: Irene Dworak

Ca. 50 Fachleute aus dem In- und Ausland nahmen an dem Fachgespräch teil. © BDA, Foto: Irene Dworak

Die Pausen wurden zum wissenschaftlichen Austausch genutzt. © BDA, Foto: Irene Dworak

Fachleute aus dem In- und Ausland folgten der Einladung zum Fachgespräch. © BDA, Foto: Irene Dworak

Dipl. Rest. Johannes Jakob präsentierte die Ergebnisse der Befundung. © BDA, Foto: Irene Dworak

Der Fachdirektor des BDA, Dr. Bernd Euler-Rolle führte durch die Diskussion vor den Objekten. © BDA, Foto: Irene Dworak

Die Ergebnisse intensiver wissenschaftlicher Untersuchungen wurden auf Schautafeln präsentiert. © BDA, Foto: Irene Dworak

Die Tagung bot den Fachleuten die Möglichkeit der Diskussion direkt vor dem Objekt.  © BDA, Foto: Irene Dworak

Am 18. Februar 2016 lud die Abteilung für Konservierung und Restaurierung eine interessierte Kollegenschaft aus dem In- und Ausland zu einem Fachgespräch zum Thema der Konservierung und Restaurierung von Fassung auf Stein. Gegenstand dieses Kolloquiums bildeten drei, derzeit in der Abteilung befindliche Madonnen aus dem frühen 14. Jahrhundert.

Die sog. „Minoritenmadonna“, die sog. „Salesianerinnenmadonna“ und die sog. „Friesacher Madonna“ repräsentieren Höhepunkte österreichischer Bildhauerkunst des Mittelalters. Im Rahmen eines mehrjährigen Konservierungs- und Forschungsprojekts wurden die drei lebensgroßen Skulpturen einer intensiven konservierungs- und naturwissenschaftlichen Untersuchung unterzogen. Ein wichtiges Ergebnis bildete dabei vor allem der gelungene Nachweis von teilweise nur noch fragmentarisch erhaltenen Fassungen des 14. und 15. Jahrhunderts. Die stark unterschiedlichen Erhaltungszustände sind vor allem auf nachfolgende Überfassungen und Umwelteinflüsse in den vergangenen Jahrhunderten sowie auf Restaurierungen im Verständnis des 19. Jahrhunderts zurückzuführen.

Zum Abschluss der Konservierung und Restaurierung der drei Objekte wurden nun die Ergebnisse des Forschungsprojektes vor einem Fachpublikum reflektiert. Schwerpunkte der Vorträge bildeten die mittelalterliche Fassungsgeschichte der Skulpturen mit ihren Konsequenzen für Bedeutungsgehalt, Ansichtigkeit und Rezeption sowie der Umgang mit den Vorgängerrestaurierungen.

Nach einer Begrüßung durch Präsidentin Prof. Dr. Barbara Neubauer und einer Einführung in das Thema von Fachdirektor Dr. Bernd Euler-Rolle präsentierten Dr. Stefan Roller und Harald Theiss M.A. vom Liebieghaus in Frankfurt am Main bemerkenswerte Beispiele aus ihrer konservatorisch-restauratorischen Praxis. Danach stellten Mag. Johann Nimmrichter und Dipl. Rest. Johannes Jacob die drei Madonnen kurz vor und fassten die bisher gewonnenen Erkenntnisse zusammen. Mag. Michael Rainer beleuchtete die künstlerische und emotionale Wahrnehmung von Steinpolychromie im Spätmittelalter anhand zahlreicher Vergleichsbeispiele aus anderen Kunstgattungen. Danach präsentierte Mag. Dr. Markus Santner Einblicke in den konservatorisch-restauratischen Umgang der drei Steinmadonnen im 19. und 20. Jahrhundert.

Nach der Mittagspause bot sich den ca. 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, die Objekte aus der Nähe zu besichtigen und mit den damit befassten Restauratorinnen und Restauratoren in Diskussion zu treten.

 

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