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Projektarbeit in der St. Agatha Kapelle in Kristberg

St. Agatha Kapelle in Kristberg. © BDA, Foto: Julia Amann

Für drei Wochen wurde in der Kapelle ein Restaurierungsatelier eingerichtet. © BDA, Foto: Julia Amann

Die geöffneten Feiertagsseiten des gotischen Hochaltars nach der Konservierung und Restaurierung. © BDA, Foto: Julia Amann

Klimaschwankungen verursachten ausgeprägte Schollenabhebungen und Blasenbildungen wie hier an der Altarrückseite. © BDA, Foto: Julia Amann

Dachförmige Fassungsabhebungen und Blasenbildungen prägten vor allem das rückseitige Erscheinungsbildes des Altars (Rückseite des Schreins). © BDA, Foto: Julia Amann

Mag. Julia Amann bei der Festigung von Malschichtschollen an der Rückseite des Altars. © BDA, Foto: Michael Vigl

Mag. Hannah Pichler und Ulrike Palm bei der Fassungsfestigung der Schreinfiguren. © BDA, Foto: Julia Amann

Mag. Michael Vigl bei der Retusche von Fehlstellen. © BDA, Foto: Julia Amann

Digitale Erfassung der Befundergebnisse des Kircheninventars durch Mag. Zea Fio. © BDA, Foto: Julia Amann

Im August 2014 führte die Abteilung für Konservierung und Restaurierung des Bundesdenkmalamtes konservatorische Sicherungs- und Reinigungsmaßnahmen am gotischen Hochaltar sowie eine Erstbefundung der gefassten Einrichtung in der St. Agatha Kapelle in Kristberg durch.

Die St. Agatha Kapelle in Kristberg gehört zu den ältesten Kirchen im Vorarlberger Montafon. In Zusammenhang mit ihrer historischen Bedeutung als Knappenkirche auf einer Berghöhe weist sie eine bemerkenswerte, über Jahrhunderte „gewachsene“ Innenausstattung auf. Auf Grund der akuten Gefährdung des gotischen Hochaltars („Doppelaltar“) wurden im August 2014 im Rahmen einer Projektarbeit der Abteilung für Konservierung und Restaurierung des Bundesdenkmalamtes (BDA) konservatorische Maßnahmen am Flügelaltar durchgeführt. Die gravierenden Schäden an der Altarfassung wurden primär durch klimatische Belastungen herbeigeführt. Ausgeprägte großflächige Blasenbildungen, dachförmige Fassungsabhebungen und Haftungsverluste prägten das Erscheinungsbild und erforderten die Durchführung von Sofortmaßnahmen zur Erhaltung des Kunstobjektes. Unter Leitung und mit Finanzierung des Bundesdenkmalamtes wurde ein qualifiziertes Team von fünf RestauratorInnen zusammengestellt, das die dringend notwendigen konservatorischen Maßnahmen an Malerei und Fassung durchführte.
 
In Abstimmung und Zusammenarbeit mit den diözesanen Stellen wurde der gotische Hochaltar eingerüstet und eine Werkstätte vor Ort eingerichtet. Ziel des Projektes war die Fassungsfestigung und Oberflächenreinigung des Altares. Im Zuge der Konservierung wurden der Bestand, die aufgetretenen Schadensbilder und die vorgenommenen Konservierungsmaßnahmen erfasst und dokumentiert.
 
Die parallel dazu durchgeführte Übersichtsbefundung des gefassten Inventars stellte einen weiteren Schwerpunkt der Projektarbeit dar. Durch die Erhebung der aktuellen Zustandsbilder sollte eine Basis für die Planung und Staffelung von weiteren konservatorischen bzw. restauratorischen Maßnahmen geschaffen werden. Ziel der Zustandserhebung ist es, für eine zeitgerechte Pflege und Wartung zu sorgen sowie die Dringlichkeit von konservatorischen Erhaltungsmaßnahmen zu erkennen und zu definieren. Ergebnis ist eine Reihung der Handlungserfordernisse nach konservatorischer Dringlichkeit.
 
 

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