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Botschafterwechsel in der Denkmalpflege

Dr. Andreas Lehne im Denkmalgespräch am Donnerstag © BDA, Foto: Bettina Neubauer-Pregl

Dr. Paul Mahringer und Dr. Bernd Euler bei der Dekretübergabe am 1. August 2016 © BDA, Foto: Sabine Weigl

Mit 31. Juli 2016 wurde Dr. Andreas Lehne in den Ruhestand versetzt. Dr. Paul Mahringer, sein bisheriger Stellvertreter, wurde mit 1. August 2016 zum neuen Leiter der Abteilung Inventarisation und Denkmalforschung bestellt.

Dr. Andreas Lehne besuchte das Schottengymnasium in Wien, studierte Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Wien und trat am 6. 7. 1977 in das Bundesdenkmalamt ein. Er war zunächst im Landeskonservatorat für Wien tätig und wechselte am 28. 1. 1983 in die Abteilung für Denkmalforschung. 1996 übernahm er die Leitung der Abteilung Denkmalverzeichnis, die 2003 zur Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung wurde.

Andreas Lehne publiziert vornehmlich zur Kunst und Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts. In seinen Texten und Vorträgen wird er hoffentlich auch in seinem Ruhestand Botschafter der österreichischen Denkmalpflegetheorie bleiben. Uns und Ihnen wird er mit dem ein oder anderen Denkmalgespräch am Donnerstag sowie seinen Beiträgen für das Denkmal heute noch ein wenig treu bleiben. Beide Formate sind dem Dandy der Denkmalpflege, der das Elegante liebt, auf dem Leib geschrieben. Man denke etwa an „shabby chic“ (Anmerkung: in seiner Liebe für das Schöne soll auch schon einmal der eine oder andere Artikel abgelehnt worden sein.) oder an diverse Gespräche, wo er – wenn auch manchmal ein eigenwilliger – aber dennoch immer ein sympathischer und vor allem ehrlich interessierter Gesprächspartner ist.

Andreas Lehne, ein geistreicher uomo universale, zugleich erfrischend leichtfüßiger Dandy der Denkmalpflege, der moderne Nachfolger Max Dvoraks übergab nun sein Zepter an Paul Mahringer.

Dr. Paul Mahringer, geboren am 4. Dezember 1979 in Wien, maturierte 1998 im Bundesgymnasium Wien IX Wasagasse. 2013 schloss er seine Dissertation bei Prof. Friedrich Teja Bach zum Umgang mit dem baulichen Erbe der NS-Zeit in Linz, ab. Seit 2006 ist er Sachbearbeiter im Bundesdenkmalamt und seit 1. 8. 2016 Leiter der Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung. Als solcher zählen die Mitwirkung am Unterschutzstellungsplan des Bundesdenkmalamtes, die Erstellung und Bewertung von Unterschutzstellungsgutachten sowie die Mitwirkung bei (Ensemble)-Unterschutzstellungen, Denkmalstatistiken und redaktionelle Mitbetreuung der Österreichischen Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege (ÖZKD) zu seinen Hauptaufgaben.
Er publiziert vor allem zu seinen Schwerpunkten: Geschichte der Inventarisation in Österreich und Umgang mit dem schwierigen Erbe (etwa der NS-Zeit).

Paul Mahringer tritt kein schwieriges Erbe an. Er hat bereits seine eigenen Fußstapfen hinterlassen, die er nun weiter fortsetzen wird.

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