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Klimts "gemalte Pornografie" auf Augenhöhe„Eine ziemlich freche Ausstellung“ - DiePresse.com

Die zitronengelbe Box des Künstlers Gerwald Rockenschaub ist im Klimtjahr gelandet.

Präsidentin Dr. Barbara Neubauer (BDA), Künstler Gerwald Rockenschaub (re.) und Landeskonservator Univ.Doz. Dr. Friedrich Dahm (li.)

Präsidentin Dr. Barbara Neubauer dankt allen Beteiligten und PartnerInnen

Rektorin der Akademie der Bildenden Künste Wien Mag. Eva Blimlinger eröffnet die Ausstellung

Präsident der Wiener Secession Univ.Prof. Arch. Dipl.-Ing. András Pálffy bei der Eröffnung

Doz. Mag. Dr. Manfred Koller, Leiter des von 1973 bis 1985 dauernden Beethovenfries-Restaurierprojekts des Bundesdenkmalamtes, nahm die Ausstellung unter die Lupe. Hier im Bild vor dem Original Die Poesie.

Für viele Zeitgenossen Klimts Pornografie, heute unumstritten eines der Hauptwerke des Künstlers. Bilddetail Schmalwand: Nagender Kummer.

Die Kopie des Teilauschnitts Die Poesie des Beethovenfries in der Ausstellung.

Logo Secession

Unter großem Besucherandrang wurde am 22. März 2012 die neue Ausstellung „Close-up – Gustav Klimt ~ Gerwald Rockenschaub – Plattform“ in der Secession von der Rektorin der Akademie der Bildenden Künste Wien Mag. Eva Blimlinger, von Präsidentin Dr. Barbara Neubauer (BDA) und vom Präsidenten der Secession Herrn Univ.Prof. Arch. Dipl.-Ing. András Pálffy eröffnet.
 

Mit der Ausstellung reflektieren der Künstler Gerwald Rockenschaub, das Bundesdenkmalamt und das Institut für Konservierung und Restaurierung der Akademie der bildenden Künste Wien ein Schlüsselwerk des künstlerischen Aufbruchs in das 20. Jahrhundert. Anlässlich des 150. Geburtstags von Gustav Klimt bietet die Secession BesucherInnen einen detailreichen Blick auf den Beethovenfries und beleuchtet diese kulturhistorische Ikone sowohl aus wissenschaftlicher wie auch aus künstlerischer Perspektive.

Dr. Barbara Neubauer unterstrich bei der Eröffnung die Bedeutung und Wichtigkeit der intensiven Zusammenarbeit zwischen den Fachinstitutionen, Museen, Universitäten, Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen und dem Bundesdenkmalamt und dankte dabei allen Beteiligten für die gelungene Ausstellung in der Secession. Besonders gedankt wurde dabei auch dem Landeskonservator Univ.-Doz. Dr. Friedrich Dahm, der nicht nur „der Vater der Idee“ für die beeindruckende, derzeit laufende Ausstellung „Klimt-Brücke“ im Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums ist, sondern auch die Ausstellung in der Secession anregte. Ein großer Dank galt dem zur Ausstellungseröffnung anwesenden, in Berlin lebenden Künstler Gerwald Rockenschaub, der ein außergewöhnliches Kunstwerk sensibel und doch selbstbewusst in den Klimt-Raum implementierte.

Die Installation ermöglicht BesucherInnen ungewohnte Perspektiven und neue Standpunkte in der Wahrnehmung des Beethovenfries. Die skulpturale Intervention von Rockenschaub erlaubt es erstmals den raumumspannenden und in einer Höhe von 3 bis 5 Metern installierten Fries auf Augenhöhe zu betrachten. Noch nie war die "gemalte Pornografie", wie ein damaliger Zeitgenosse Klimts das Werk beschrieb, so genau zu betrachten.

Close-up – GUSTAV KLIMT

Anlass und Thema der "Nahaufnahme" des Beethovenfrieses sind seine jüngste restauratorische und naturwissenschaftliche Untersuchung. Über 25 Jahre nach der letzten Restaurierung durch das Bundesdenkmalamt wird der aktuelle Zustand genauestens dokumentiert und die Grundlage für alle künftigen Restaurierungsmaßnahmen geschaffen. "Eines unserer zentralen Anliegen ist die umfassende Befundung sowie die fachgerechte Konzepterstellung im Vorfeld von Restaurierungen," unterstrich Landeskonservator Univ.-Doz. Dr. Friedrich Dahm die Wichtigkeit des gemeinschaftlichen Projekts des Bundesdenkmalamts, der Akademie der bildenden Künste Wien und der Secession: "Beim Beethovenfries stellen wir die höchsten Ansprüche. Hier spielen wir in der Spitzenliga."
 

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