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Die Wandmalereien des Simon von Taisten von Schloss Bruck in LienzWorkshop zur Bauforschung und Restaurierung der Wandmalereien

© BDA, Foto: Markus Santner

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Das Projektteam. © BDA

Am 4. und 5. Mai 2015 fand in Schloss Bruck in Lienz ein Workshop zur Wandmalereirestaurierung statt. Im Vordergrund standen die Baugeschichte sowie die malerische Ausgestaltung der Schlosskapelle, die im Wesentlichen drei Malphasen aus dem Mittelalter aufweist.

Der größte Teil der künstlerischen Ausgestaltung stammt von dem aus dem Pustertal stammenden Simon von Taisten. Neben dem Freskenzyklus in der Wallfahrtskirche zu Unserer Lieben Frau Maria-Schnee im nahe gelegenen Obermauern zählen die Malereien in der Schlosskapelle zu seinen Hauptwerken. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der Abteilung für Konservierung und Restaurierung und dem Landeskonservatorat für Tirol des Bundesdenkmalamtes sowie dem Museum Schloss Bruck der Stadt Lienz organisiert. Dazu eingeladen waren Fachleute aus Österreich (Wolfgang Baatz, Akademie der bildenden Künste Wien, Monika Dachs-Nickl, Universität Wien, Silvia Ebner, Schloss Bruck, Museum der Stadt Lienz, Bernd Euler-Rolle, Walter Hauser sowie Markus Santner, alle Bundesdenkmalamt, Martin Mittermaier, Bauforscher, Jörg Riedel und Magdalena Schindler, beide Restauratoren) und aus Deutschland (Jan Menath, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege). Finanziell unterstützt wurde die Veranstaltung von Seiten der Stadt Lienz.

 

 

Den Ausgangspunkt für den Workshop bildeten die spannenden Ergebnisse der Bestands- und Zustandsuntersuchungen an den Wand- und Gewölbemalereien aus dem Frühjahr 2014 sowie die Bauforschungsuntersuchungen, die unter anderem im Zuge der laufenden Fassadenrestaurierung des Schlosses durchgeführt werden. In den Vorträgen wurden die neuen Ergebnisse zur Bau- und Schlossgeschichte, zur kunsthistorischen Interpretation der Malereien, zur Restauriergeschichte und zu Bestand und Zustand der Wandmalereien vorgestellt. Darüber hinaus wurden auch die Nutzungsbedingungen (BesucherInnen, Hochzeiten etc.) sowie die klimatische Situation in der Kapelle diskutiert. Hinsichtlich des Bestandes sind noch weitere materialwissenschaftliche Untersuchungen notwendig. Gleichzeitig soll ein Monitoringprogramm gestartet werden, um die vorhandene Feuchtebelastung und deren Veränderungen zu beobachten. Bereits zuvor angelegte Reinigungsflächen an den Wandmalereien dienten der Klärung für den weiteren Umgang mit den unterschiedlichen Erhaltungszuständen sowie für ein zukünftiges Restaurierungskonzept.

 

 

Im Rahmen des Workshops wurden die weiteren Forschungsdesiderata zur Kunst des Simon von Taisten, zu den Bau- und Funktionszusammenhängen von Burg und Kapelle, zur Geschichte der Grafen von Görz als Auftraggeber sowie zur Technologie der Wandmalereien definiert. Die Ergebnisse des Konservierungs- und Forschungsprojekts sollen der Öffentlichkeit in einer Ausstellung auf Schloss Bruck in Lienz vorgestellt werden.

 

 

 

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